LoReMi: Lokale Antworten auf aufenthaltsrechtliche Prekarität

Migrant*innen mit prekärem Aufenthaltsstatus sind aufgrund ihrer aufenthaltsrechtlichen Situation von vielen Dienstleistungen und regulären Arbeitsmöglichkeiten ausgeschlossen. Zahlreiche europäische Städte adressieren die daraus resultierenden Problemlagen mit lokalen Programmen und Projekten, oft in Partnerschaft und Bündnissen mit zivilgesellschaftlichen Akteuren. 

Aufbauend auf dem von der Universität Oxford koordinierten Städtenetzwerk C-MISE beschäftigt sich das im Mai 2021 gestartete Projekt LoReMi mit diesen lokalen Maßnahmen und Strategien zur Inklusion und Wahrung von Menschenrechten unabhängig vom Aufenthaltsstatus. Untersucht werden Formen der Kooperation und Verantwortungsteilung sowie die diskursiven Rahmungen zwischen öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Stakeholdern in diesem Bereich. Besonderes Augenmerk liegt auf lokalen Ansätzen zur Unterstützung von Frauen mit prekärem Aufenthaltsstatus.

Das Projekt wird vom Center on Migration, Policy and Society (COMPAS) der Universität Oxford, dem Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Fulda und dem Forschungsbereich Soziologie der TU Wien in enger Kooperation mit den Stadtverwaltungen von Cardiff, Frankfurt und Wien durchgeführt. Es wird im Rahmen der Joint Programming Initiative „Urban Europe“ mit einer Laufzeit von 18 Monaten (5.2021-11.2022) gefördert.

Ziel des Projekts ist es, Wissenslücken zu schließen und den europäischen, transdisziplinären Wissensaustausch zur Inklusion von Migrant*innen mit prekärem Aufenthaltsstatus in kommunalen Dienstleistungen zu fördern sowie gemeinsam mit Stakeholdern soziale Innovationen in diesem Themenfeld anzustoßen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Projektleitung Wien: Univ.Prof. Dr.phil. Simon Güntner
Projektmitarbeit Wien: Adrienne Homberger B.A., M.A.
Kontakt: adrienne.homberger@tuwien.ac.at